Kambodscha 2011

Reisebericht

11.02.2011, PHNOM PENH

Morgen ist Flugreisetag. 4 Wochen Urlaub sind dann leider vorbei. Aber die Gedanken sind fern von Arbeit und Terminen. Es war richtig nett wieder im Boddhi Tree Umma anzukommen. Die Tuktuk-Fahrer erinnerten sich an uns und begruessten uns freundlich. Einer von ihnen, Mr. Lucky outete sich als kambod. Rennradmeister, nahm uns mit in sein Haus und zeigte uns seine Raeder, Fotos und Urkunden. Mit ihm haben wir fuer morgen früh die Fahrt zum Airport festgemacht. Sind gespannt, wie 2 MTB, 1 Koffer und wir beide in dem Gefaehrt Platz finden. In den letzten beiden Tagen haben wir noch die eine oder andere Ecke in dieser Stadt abgeschritten, Souvenirs gekauft und nochmal in Gedanken zurückgeblickt. Bei der Rückreise haben wir 10 Std. Aufenthalt in Kuala Lumpur. Die Zeit wollen wir noch nutzen zu einer Sightseeing Tour.

Ein letzter lieber Gruß aus der Ferne

G&U

08.02.2011, SIHANOUK VILLE

Wieder im Rückblick: Wir sind am 4.2. mit einem Tourveranstalter zum Bokor-Nationalpark aufgebrochen. 33km der Strecke waren Berganstieg auf 1080m. Dort oben waren Ruinen einer französischen Ansiedlung (Casino, Kirche etc.) von 1920 zu bestaunen. Schicksal der Zeit: Chinesen haben den Park für 99 Jahre gemietet und bauen dort oben Bokor City. Die Zufahrtstrasse war schon gewaltig ausgebaut. Am 5.2. setzten wir unsere Radreise fort Richtung Sihanouk Ville. Doch wegen der großen Distanz haben wir uns eine einsame Insel (Koh Thmei) ausgesucht. Nach gut 80km erreichten wir den Bootssteg. Ein Boot entführte uns zu einem wirklich einzigartigen Resort. Dort sind wir 3 Tage geblieben. Es gab dort 5 wunderschöne Bungalows, nette Gastgeber, Natur und nichts anderes. Traumhaft. Heute morgen haben wir die letzten Rad-km bis nach Sihanouk Ville zurückgelegt und fahren morgen mit dem Bus bis nach Phnom Penh (230km). Wir haben uns trotz der scheinbaren Strapazen wunderbar erholt, haben Farbe bekommen und sind gut drauf.

03.02.2011, KAMPOT

Back to the roots, das war das Motto der letzten zwei Tage.

Nachdem es fast aussichtslos schien eine Uebernachtung auf Koh Tonsey zu bekommen hat es dann doch geklappt.

Am Dienstagmorgen sind wir mit Rath und seinem Tuk-Tuk zum Hafen gefahren. Der Holzkahn mit Wasserquirl stand bereit und brachte uns zusammen mit einem englischen und franz. Paar in 40 Min. auf die Robinson-Crusoe Insel! Dort leben an einem Strandabschnitt ca. 7 Familien, die einzelne „Bungalow“ vermieten.

Wir hatten eine Luxus Ausführung: eigene Dusche mit Hockklo, Moskito-Netz und Meerblick, aber dafür ohne Fan/AC und TV.

Nachdem wir unsere Bambushuette bezogen hatten machten wir uns auf Erkundungstour. Nach ca. 2,5 Std. hatten wir die Insel umrundet, durch Mangroven,  stachelige Büsche, vorbei an weiteren Stränden und einzelnen Fischerfamilien.

Unvorstellbar, dass es nur zwischen 18:00 bis 23:00 Uhr Strom gab, dann wurden die Generatoren gestartet und es brummte hinter den Hütten!!!

Seit heute morgen sind wir wieder auf dem Festland. Bei einem Fruehstueck in der salt & pepper bakery haben wir uns bei Sauerteig-Sandwich (Germany we love you…) für unsere heutige 25km Radtour gestärkt.

Zur Zeit sind wir in der Stadt Kampot in der wir zwei Nächte bleiben, morgen gibt es eine geführte Tour (mit dem Minibus) auf das Hochplateau Bokor.

30.01.2011, KEP

wie geplant haben wir unsere Reise fortgesetzt. Mit Rueckenwind erreichten wir Takeo (72km) um 11:15 Uhr. Am kleinen Passagierhafen gab es dann das ersehnte Angkor-Ankunftsbier :-).
Unterwegs trafen wir einen radelnden Belgier, der insgesamt fuer vier Monate Indochina bereist.
In Takeo gab es nichts besonderes zu sehen, abgesehen von dem Passagierhafen und einem Frachthafen, den wir aber nicht gefunden haben. Und von Passagierhafen kann auch nicht die Rede sein, ausser erstmalige Sichtung von kleinen Booten mit richtigem Aussenborder!
Am Folgetag ging es um 06:00 Uhr wieder auf die Piste, Ziel sollte Kampong Trach sein, das aber wegen der Guesthouses an der Hauptstrasse nicht unser Gefallen fand. Bis dahin hatten wir ca. 80km hinter uns, wovon 16km rote Sandpiste waren, dementsprechend rot eingestaubt waren wir und die Raeder. Nach einem Khmer-Mittagessen fuer Uwe und etwas Beratschlagung entschieden wir uns die 100km voll zu machen und bis Kep (einstiger Badeort der Franzosen) weiterzufahren. Kep liegt am Meer, die Spezialitaet sind Krabben, die wir auch gestern Abend schon probiert haben.
Gerade kommen wir von einer Tuk-Tuk Tour zu einer Pfefferplantage und Hoehle zurueck.
Am Dienstag moechten wir fuer zwei Tage auf die Insel „Rabbit Island“ Koh Tunsay, aber wegen des Chinese NewYear haben die Preise angezogen und die Plaetze sind rar, so das wir sehen muessen wie es weitergeht.

Heisse Gruesse (derzeit haben wir ca. 32 Grad…)
Uwe & Gabi

27.01.2011, PHNOM PENH

Am 26. sind wir gemuetlich um kurz vor 08:00 Uhr auf die 51km Strecke nach Udong aufbebrochen, bei Rueckenwind ging es teilweise mit 30km/h voran. Da uns die 200 km der beiden vorherigen Tage in den Knochen steckten, hatten wir vorab ueberlegt nur bis Udong zu fahren, der Rest sollte mit einem motorisierten Fahrzeug zurueckgelegt werden.
Kaum in der Stadt angekommen, wurden wir von Taxifahrern umringt. Wir nutzen sofort die erste Gelegenheit und stiegen in einen Van, die Raeder wurden bei geoeffneter Heckklappe festgebunden.
Am Zentralmarkt in Phnom Penh angekommen suchten wir uns im Sueden der Stadt eine Unterkunft um von dort weiter zu reisen. Ein Tag Pause – Waesche reinigen lassen – Ausruhen, morgen geht es mit dem Rad weiter nach Takeo.
Liebe Gruesse aus Phnom Penh

25.01.2011, KAMPONG CHHNANG

200 km weiter südlich, aber der Reihe nach:

Am Sonntag um 13:00 Uhr sind wir mit David zu einer beeindruckenden Fahrt in die nähere Umgebung von Battambang gestartet. Vorbei an der durch die roten Khmer zerstörten Pepsi-Fabrik, weiter zu den Killing Fields und dann zu den Familienbetrieben die die vielfältigsten Dinge des täglichen Lebens produzieren: Suessigkeiten aus Reis mit Kokosmilch in Bambus eingekocht, Reisfladen für Frühlingsrollen, duenn und längsgeschnittene Banananscheiben die zu rechteckigen Streifen zusammengelegt und getrocknet werden, Schmiede für Äxte, Messer und Hämmer, eine Reismuehle, Herstellung von Reisnudeln und der Fischpaste die gar nicht so schlimm roch…

Erstaunlich ist die Art des Recycling der verwendeten Rohstoffe, Bambus spielt dabei eine große Rolle.

Man kann damit sogar Zug fahren. 7 km auf den stillgelegten Gleisen zwischen Phnom Penh und Battambang. Die Laufräder stammen von alten Panzern und wurden den Schienen angepasst. Auf zwei Achsen wird eine Plattform aus Bambus gelegt, ein Motor mit Keilriemen sorgt für eine rasante Fahrt von fast 30 km/h.

Am Montag kurz nach 07:00 Uhr ging es dann mit den Raedern auf die 105 km Strecke bis Pursat. Die Mittagshitze machte uns einiges zu schaffen, so dass wir auf den letzten 30 km alle 5 km eine Wasserpause einlegten. Um 14:30 Uhr checkten wir entkräftet ins beste Hotel in Town ein :-). Die anschliessende Suche nach Nahrung verlief weniger gut, so dass wir im Hotelrestaurant gegessen haben…

Heute starteten wir eine Stunde eher und fruehstueckten Khmer- Suppe unterwegs. Nach 97 km sind wir in Kampong Chhnang angekommen. Gerade waren wir am Tonle Sap bei den schwimmenden Dörfern. Sitzen jetzt im Restaurant und beobachten die Einheimischen bei ihrem Abendsport in einem kleinen Park von dem Unabhängigkeitsdenkmal.

Liebe Gruesse G&U

23.01.2011, BATTAMBANG

Gestern Morgen haben wir unsere Reise per Boot fortgesetzt. Im Hotel hatten wir bereits die Tickets für das „Speedboot“ besorgt, so dass wir an dem Morgen nach 12 km Radweg nur noch einsteigen mussten. Die Fahrt sollte, je nach Wasserstand, 6-8 Std. dauern, für eine Strecke von 110 km.

Die erste Überraschung erlebten wir am Steg. Es handelte sich um ein einfaches überdachtes Holzboot mit ca. 50 Sitzplätzen. Als die Reise um 08:00 Uhr losging waren unten alle Plätze belegt, sowie zusätzliche Reisende und Gepäck auf dem Dach untergebracht.
Letztlich hat die Reise 10 Stunden gedauert! Darin enthalten waren Stopps in denen einige Male die Schiffschraube mit dem Hammer bearbeitet und am Motor repariert wurde.
Manche Kurven waren so eng bzw. der Wasserstand so niedrig, dass das Boot einfach geradeaus in die Uferboeschung fuhr und mit heulendem Rückwärtsgang und unter Hilfe von Stangen wieder frei geschoben werden musste. Manchmal schaukelte das Boot beängstigend, auf Grund der hohen und optimal verteilten 😉 Beladung (Uwe hat sich hin und wieder an der hoelzernen Sitzbank festgekrallt).

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit sind wir dann doch noch in Battambang angekommen. Dort hat uns ein Tuk-Tuk Fahrer (David) unsere derzeitige Unterkunft offeriert. Hier werden wir 2 Nächte bleiben. Das Hotel hat ein Roofgarden im 5. Stock mit einem super Blick über Stadt und Land.

Gleich werden wir mit David und seinem Tuk-Tuk zu einer Erkundungsfahrt aufbrechen. Auf dem Programm stehen die Bambootrains – von der Bevoelkerung gebaute Fahrzeuge die auf der stillgelegten Zugstrecke zwischen Battambang und Phonm Penh fahren – sowie die Besichtung einer Produktionsstätte der legendären Fischpaste… Den Duft werden wir später beschreiben.

Übrigens, ab Morgen geht es dann entgültig auf die Piste: 110 km bis Pursat.

Liebe Grüsse Uwe & Gabi

21.01.2011, ANGKOR WAT (‚N DAT?)

Vorgestern Abend sind wir mit der Besichtigung der Tempelanlage Angkor gestartet. Die Zeit war bestens gewaehlt um den Tempel ‚Ta Prohm‘ fast menschenleer zu sehen. Riesige Wurzeln die den Tempel umschlingen: wunderschön – atemberaubend – mystisch!

Gestern Morgen sind wir in aller Frühe, um 5:10 Uhr hat der Wecker geklingelt, losgeradelt, um den Sonnenaufgang auf dem ‚Phnom Bakheng‘ zu sehen. Dieser Tempel liegt auf einem kleinen Hügel und ist eigentlich die Attraktion bei Sonnenuntergang. Da wir zu diesem Ereignis nicht allein gewesen waeren, hatten wir uns entschlossen unsere Tempeltour dort zu starten. Entgegen des üblichen Stroms ging es dann weiter zu dem grössten Tempel ‚Angkor Wat‘. Wahnsinn zu welcher faszinierenden Architektur die Menschen vor über 800 Jahren in der Lage waren!
Nach ‚Angkor Thom‘ mit dem verwinkelten Tempel ‚Bayon‘ sind wir für ein Tempelabschlussfoto zum Tempel Angkor Wat zurückgekehrt.

Heute ist Gammeltag, Postkarten schreiben, durch Siem Reap schlendern, lecker Fruchtsaefte schlürfen und die weitere Reise planen.

Morgen um 07:30 Uhr startet unsere zweite Bootstour. Diesmal mit einem kleineren, langsameren Boot über den Sangker nach Battambang. Ab dann lassen wir die westlich gepraegten Staedte hinter uns und begeben uns aufs Land. Wir sind gespannt auf die Umstaende – Eindrücke die uns dort erwarten…

Übrigens freuen wir uns auf Eintraege im Gaestebuch!

Liebe Grüsse Uwe & Gabi

18.01.2011, SIEM REAP

Sind nach 6,5 Std. Bootsfahrt mit einem Speedboot (40km/h) auf und ueber den Tonle Sap in der Angkor Stadt angekommen. Haben eine nette Unterkunft etwas abseits des Rummels gefunden. Hier ist es wesentlich ruhiger als in der turbulenten Stadt Phnom Penh.

Bis Samstag haben wir uns natuerlich die Besichtigung der Angkor Tempel aber auch anderer Highlights vorgenommen. Dann soll es, wieder mit dem Boot, weitergehen nach Battambang.

Uebrigens an Radkilometern haben wir ca 60 km :-).

LG Gabi u. Uwe

16.01.2011, PHNOM PENH

Haben unsere erste Nacht in Phnom Penh verbracht. Sind von unserer Unterkunft, gegenüber vom Völkermord Museum, zum Fluss Tonle Sap gelaufen. Der Verkehr ist gewöhnungsbedürftig, hupende Tuk-Tuks, Mopeds und Autos. Die Verkehrsregeln sind uns noch nicht ganz klar, wichtig ist: Augen auf und Vorsicht.

Um 20:00 Uhr sind wir ins Bett gefallen und nach 12 Stunden Schlaf erwacht, tat das gut!!!

Die Anreise war lang aber vollkommen relaxed. Alles hat gut geklappt, die Räder sind heile, obwohl unverpackt, angekommen.

Werden heute die Stadt zu Fuß und mit dem Tuk-Tuk erkunden.

Tuk-Tuk: eine Art Rikscha, als Antrieb dient ein Moped. Wahlweise Platz für 4 Personen, wir haben gestern schon eins mit 9 Personen gesehen (Fahrer exklusiv)!!!

Gerade kam ein Mönch auf seinem Sammelgang vorbei.

So, werden uns jetzt ins Gewühl begeben und Neues erkunden…

LG Uwe & Gabi

Übrigens: wir sind euch zeitl. 6 Std. voraus.

AB DEM 15.01.2011 IN PHNOM PENH

Hallo Ihr Lieben,

noch sind wir in Deutschland!

Aber nicht mehr lange und dann sind wir nach ca. 14 Std. Flugzeit (Frankfurt 12:00 Uhr – Kuala Lumpur- Phnom Penh 10:15 Uhr) in Phnom Penh. Hier wollen wir bis Montag morgen bleiben und dann weiter mit dem Boot über den Tonle Sap nach Siem Reap und uns die Tempelanlage von Angkor anschauen.

Wir werden berichten, bis dahin:

Liebe Gruesse
Uwe & Gabi

Die Tourdaten zum Download

Auch bei dieser Reise war der Garmin eTrex Vista wieder unser steter Begleiter. Wir hatten die Karte „openmtbmap_asia“ eingespielt. Zwar waren außerhalb der Städte überwiegend nur die Hauptstraßen verzeichnet, doch die Stadtpläne u.a. von Phnom Penh, waren wirklich optimal.

Zum Speichern des Tracks mit der rechten Maustaste „Ziel speichern unter“ wählen (gps-daten)

PHNOM PENH – SIEM REAP (BOOT)

http://www.boddhitree.com/

SIEM REAP – BATTAMBANG (BOOT)

www.centralboutiqueangkorhotel.com

BATTAMBANG – PURSAT (108KM)

senghouthotel.com

PURSAT – KAMPONG CHHNANG (96KM)

Asia Hotel an der RN 5 neben dem Sovann Phum Hotel

KAMPONG CHHNANG – UDONG (51KM) – PHNOM PENH

Bis Udong mit dem Rad, danach mit dem Sammeltaxi nach Phnom Penh
http://www.thegreenhouse.com.kh/

PHNOM PENH – TAKEO (78KM)

Meng Huor Guesthouse

TAKEO – KEP (104 KM)

http://www.kep-cambodia.com/mainpages/PlacesinKep/n4.html

KEP – KOH TUNSAY (RABBIT ISLAND)

Mit dem Boot auf die Insel
Unterkunft in „Yeah Orm Bungalows“

KOH TUNSAY – KAMPOT (25KM)

KAMPOT – KOH THMEI (81KM)

Mit dem Rad bis nach Koh Kchhang, danach weiter mit dem Boot auf die Insel
Unterkunft: http://koh-thmei-resort.com/ (zu Uwes Namensvettern :-))

KOH THMEI – SIHANOUKVILLE (44KM)

Srey-Penh II Guest House

SIHANOUKVILLE – PHNOM PENH

Links und Literatur

PRIVATE RAD-REISEBERICHTE

www.reiseleben.de/welt/welt-kambodscha.htm
veloreis.wordpress.com
http://www.nyffy.ch/?q=node/771
http://www.umdiewelt.de/Asien/Suedostasien/Vietnam/Reisebericht-3314/Kapitel-0.html

LITERATUR

Kambodscha,
Verlag: Reise Know-How
ISBN: 978-3-8317-1897-9

Stefan Loose Travel Handbücher Kambodscha
Verlag: DUMONT Reiseverlag
ISBN:978-3-7701-6175-1

Landkarten:

Kambodscha (Maßstab 1:500.000)
Verlag: Reise Know-How
ISBN: 978-3-8317-7100-4

SONSTIGES

http://www.cambodiatips.com/

http://www.tourismcambodia.com/travelguides